Halbtagesveranstaltung Sonnabend


In die Diskussion um Geburtenrückgang, Familienkrise und Alterspyramide mischen sich immer stärker Töne, die auf eine Rückbesinnung auf die traditionelle Frauenrolle insistieren. Was ist dran an den Argumenten dieser „Gegenemanzipation“, wohin geht es mit der Frauenemanzipation?

Zwei Bücher, zwei ganz unterschiedliche Niveaus, eine Marschrichtung:

Frank Schirrmacher sagt mit dem Buch „Minimum“ auf differenzierte Weise voraus, dass die Gesellschaft (Menschheit) den Herausforderungen der Zukunft nur wird gewachsen sein, wenn die Frauen ihre Funktion als Säule der Familie wahrnehmen. Ex-Miss-Tagesschau Eva Herman macht es sich einfacher, sie erklärt die Festlegung der Frau auf die Rolle als Mutter, Gattin und Nestbehüterin zum ehernen Naturgesetz und hält folgerichtig die Frauenemanzipation für widernatürlich.

Sterben die Deutschen aus, wenn die Frauen sich nicht besinnen, wieder familiärer werden und wieder mehr Kinder kriegen? Ist Hedonismus der Jugend oder globalisierte, neoliberale Lebenswirklichkeit dafür verantwortlich, dass nach dem Aussterben der Großfamilie nun auch das Aussterben der Kleinfamilie droht? Lässt sich die Familie mit einer Neudefinition der Geschlechterbeziehungen retten oder muss die Familie selbst völlig neu definiert werden? Oder hat am Ende Eva Herman doch Recht und liegt die Zukunft in einem Zurück der Frau zu Kinder, Küche, Kirche?


Vortragsmanuskript von Andreas Pecht

Protokoll, geschrieben von Doris Nicolai und Wolfgang Grätz

Termin: 03.03.07, 10.30 - 13.30 Uhr, danach Mittagessen
Gebühr: 25,00 / 20,00 / 10,00 / 5,00 Euro
Referent: Andreas Pecht
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