Ganztagesveranstaltung Sonnabend


Georg Büchner starb am 19. Februar 1837 im Alter von 23 Jahren, gewissermaßen im Aufbruch, voller Versprechungen und Möglichkeiten. Er hinterließ ein inhaltlich brisantes Werk: In der sozialrevolutionären Flugschrift „Der hessische Landbote“ rief er mit der darin ausgegebenen Kampfparole „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“ unverhohlen zum Umsturz der bestehenden politischen und sozialen Verhältnisse auf.

Das Drama „Danton’s Tod“ bringt die Schreckenszeit der Französischen Revolution auf die Bühne und erörtert das Verhältnis des Menschen zur Geschichte. „Leonce und Lena“ parodiert vordergründig das gängige Schema der Komödie. Auch wenn das Stück als „Lustspiel“ daherkommt, so ist doch seine satirisch-subversive Tendenz ­ nämlich eine scharfe Kritik am spätabsolutistischen System des 19. Jahrhunderts ­ unverkennbar. Und das Dramenfragment „Woyzeck“ schließlich führt uns ein Individuum vor Augen, das im Namen der Wissenschaft physisch und durch seine äußeren Lebensverhältnisse psychisch deformiert wird.

Büchners Stücke gehören nicht nur zu den meistgespielten, sondern auch zu den meist ­ und immer wieder kontrovers ­ diskutierten Dramen der Weltliteratur. Allein das dürfte schon Anlass genug sein, sich eingehender mit ihnen zu beschäftigen.

Protokoll, geschrieben von Doris Nicolai und Wolfgang Grätz

Termin: 12.05.07, 10.30 - 18.00 Uhr
Gebühr: 45,00 / 35,00 / 15,00 / 10,00 Euro
Referent: Friedhelm Decher
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