Halbtagesveranstaltung Sonntag


Ein Seminar, das sich mit dem Wandel der Arbeitsgesellschaft im 21. Jahrhundert auseinandersetzt und der Frage nachgeht, wie Staat und Gesellschaft mit dem Umstand umgehen können/sollen, dass Berufsbiografien künftig nur noch teilweise aus Erwerbstätigkeit bestehen werden.

  • „Bet und arbeit“ ist als Lebensmaxime längst nicht mehr realisierbar.
  • Das Versprechen auf Vollbeschäftigung ist die Lebenslüge der Marktwirtschaft.
  • Mehrfache Phasen von Arbeitslosigkeit werden künftig normaler Bestandteil fast jeder Biografie sein, lautet die Prognose der Zukunftsforscher.
Erst der Protestantismus hat sie als Müßiggang und aller Laster Anfang denunziert, hat so dem Arbeitsethos des Kapitalismus den Weg bereitet. Müssen wir nun Muße als kreative Lebenshaltung außerhalb der Erwerbsarbeit wieder entdecken und rehabilitieren?

Was tun, wenn der Arbeitsgesellschaft die Arbeit ausgeht? Das Seminar wird Formen des Paradigmenwechsels betrachten und ihre Wirkungen für das Leben der Bevölkerung diskutieren. Dabei gewinnen zwei Themen besondere Bedeutung: Muss, kann, soll es eine Grundsicherung (staatliches Existenzeinkommen) für alle Bürger geben? Wie kann Arbeitslosigkeit (= Abwesenheit von Erwerbsarbeit) vom Stigma des Nichtstuns, dem Vorwurf der Faulheit befreit werden? Antiken und mittelalterlichen Kulturen galt die Muße noch als positive Lebensqualität.


Vortragsmanuskript von Andreas Pecht

Termin: 24.06.07, 10.30 - 13.30 Uhr, danach Mittagessen
Gebühr: 25,00 / 20,00 / 10,00 / 5,00 Euro
Referent: Andreas Pecht

In Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung Rheinland-Pfalz
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